Unterstützung von UNICEF durch den Wolfsburg Marathon 2006

Im Jahr 2006 flossen die Überschüsse dem UNICEF-Projekt

 

Äthiopien - Sauberes Wasser rettet Leben

 

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In den ländlichen Gebieten Äthiopiens herrscht akuter Wassermangel. Nur jede fünfte Familie auf dem Land hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Region Amhara mit 16 Millionen Einwohnern ist besonders betroffen. Wiederkehrende Dürreperioden gefährden die Hälfte des Gebiets. Viele Menschen in den entlegenen Siedlungen verfügen täglich nur über drei bis sechs Liter Wasser pro Kopf – zu wenig für ein sicheres Überleben. Frauen und Kinder sind oft stundenlang in der Hitze unterwegs, um Wasser zu holen. Die Mehrheit der Menschen lebt hier in Armut. UNICEF unterstützt den Aufbau einer funktionsfähigen Wasserversorgung für die Familien in der Region.

Die wenigen Wasserquellen sind häufig stark verschmutzt; es fehlen Zäune oder Befestigungen zu ihrem Schutz. Verunreinigtes Wasser ist die Ursache für 75 Prozent aller Krankheiten in Amhara. Fast die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren geht auf Durchfall zurück, verursacht durch unsauberes Wasser. Und das Wasser wird für den häuslichen Gebrauch immer knapper. Die fortschreitende Abholzung der Baumbestände führt dazu, dass die seltenen flutartigen Regenfälle ungehindert abfließen. Das Wasser reißt die obersten Bodenschichten mit. Der Boden hält die Feuchtigkeit nicht, und der Grundwasserspiegel sinkt weiter.

Neben der Reparatur und Wartung bereits vorhandener Brunnen will UNICEF weitere Wasserquellen erschließen. In der Region Amhara hat UNICEF einen kleinen Bohrturm für die dürregefährdeten Gebiete angeschafft. Damit können pro Jahr 50 bis 80 neue Brunnen gebohrt werden, die Grundwasser aus geringer Tiefe fördern. Der neue Bohrturm senkt die bisherigen Kosten - zudem arbeitet er schneller.

Die Bohrlöcher werden mit einheitlichen, einfachen Handpumpen ausgerüstet. Das erleichtert die Schulung der Wartungsteams und die Beschaffung von Ersatzteilen. Die Dorfbewohner arbeiten beim Bau von Brunnen und Latrinen mit und übernehmen Verantwortung für die Wartung und Pflege der Anlagen.

UNICEF bildet Wassertechniker, Brunnenbohrer und Maurer fort. Frauen aus der Region führen Kurse über Hygiene und eine sinnvolle Wassernutzung für andere Frauen durch. In den Dorfschulen lernen auch die Kinder mit Unterstützung von UNICEF hygienische Verhaltens-weisen. So sollen Krankheiten, die auf verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene zurückzuführen sind, verhindert werden. Nicht einmal jedem fünften Bewohner in Äthiopien steht eine Latrine zur Verfügung.

Sauberes Wasser ist der erste Schritt zu mehr Gesundheit. Aber noch immer haben 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Entwicklungsländern sind bis zu drei Viertel aller Krankheiten auf verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene zurückzuführen. Wo sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen fehlen, verbreiten sich Krankheitserreger und Parasiten schnell und verursachen Darmerkrankungen, Malaria, Wurminfektionen, Krätze und andere gefährliche Krankheiten. Jedes Jahr sterben allein eine Million Kinder unter fünf Jahren an Durchfall und Cholera. UNICEF verbessert weltweit die Trinkwasserversorgung und die sanitären Verhältnisse für Kinder aus armen Familien. In Äthiopien, Malawi, Senegal, im Sudan und in Vietnam unterstützt UNICEF den Bau von Brunnen und stellt Handpumpen sowie Material für Latrinen bereit. Die Dorfbewohner werden darin geschult, die Anlagen selbst zu warten und ihr Wissen über tägliche Hygiene weiterzugeben.

 

 

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